no vaste – good vibes


Heute melde ich mich mal „persönlich“ mit einer Geschichte zum Thema Wiederverwendung: Neben meiner Arbeit als Grafikerin und Texterin, bin ich im Kostümbereich auch fertigend tätig.
Die Arbeit ist materialintensiv, manchmal macht man aber aus „Nichts“ noch etwas.
Mein (leicht panischer) Aufschrei „Nicht wegwerfen!“ führt zuhause regelmäßig zu Augenrollen und Haareraufen – und zu überfülltem Arbeitszimmer und Keller.
Ich finde aber, die Energie, die in ein Produkt investiert wurde, sollte man wertschätzen und ich bin froh, dass zur Zeit ein gutes Bewusstsein dazu entsteht.
Gerade haben wir alle einen Extra-Weckruf zum Thema erhalten:
Plötzlich ging man mit vielem, was sonst selbstverständlich und ausreichend vorhanden war, sparsamer und bewusster um.
Wie cool war es da, auf Vorhandenes und Aufbewahrtes zurückgreifen zu können, als plötzlich nicht mehr alles im Überfluss und zeitnah verfügbar war?
Ich sage nur: Gummiband. Das konnte man zeitweise mit Gold aufwiegen.
Wie viele SchneiderInnen im Land nähe ich Masken – schön, dass man aus Vorräten von Mutter und Schwiegermutter großzügig beschenkt wurde.
Auch die guten alten Baumwollbetttücher, fanden als Innenfutter für Masken ihren Weg aus den Kellerschränken zu den MaskennäherInnen.


In unserem Unternehmen gibt es nicht nur Raum für Ideen – sie finden auch praktische Anwendung:
Mein Chef bestellte Stoffmasken für die Logistik. Seine Idee: als Material deren ausgediente Poloshirts zu nutzen. Die setzte ich um.
Das Ergebnis ist ein Mehrfach-Nutzen der wiederverwendbaren Masken aus wieder-verwendetem Material:
Visuelle Umsetzung von Firmenfarben und -logo plus Recycling brachliegender Ressourcen inklusive gutem Gefühl 🙂

 

Die Frage ist eben nicht nur, ob neu Kaufen billiger ist als Recyceln oder Reparieren.
Die Frage muss lauten: Was kostet es UNS ALLE, wenn ich das jetzt wegwerfe?
Rohstoffe, Konzeptions- und Produktionszeit, also bereits investierte Energie UND Kosten der Entsorgung plus Folgen des Abbaus für die Umwelt, also das, was es uns als Gesellschaft kostet
– das alles sollte man mit auf der Rechnung haben. 

Dann kann man dort, wo es möglich und sinnvoll ist, reagieren. 

So wie wir bei Regler Office.

 

Beste Grüße,
Anne Ernzerhof
Kommunikation & Marketing